Trend zur Verpackungsautomatisierung – die Realität in kleinen und mittleren Fertigungsbetrieben
Verpackungsautomatisierung ist längst keine Aufgabe mehr, die nur Großunternehmen betrifft. Da Fachkräfte immer schwerer zu finden sind und die Anforderungen an gleichbleibende Qualität steigen, zeichnet sich auch in kleinen und mittleren Fertigungsbetrieben, die Wellpappkartons verarbeiten, ein deutlicher Trend zur Prüfung von Automatisierungslösungen ab.
Allerdings können kleine Betriebe ihre Linie kaum auf einen Schlag vollständig mannlos betreiben. Investitionsspielraum und Platz sind begrenzt, und der bestehende Arbeitsablauf lässt sich nicht einfach anhalten. Statt alle Prozesse gleichzeitig umzustellen, ist es daher realistischer, zunächst die Prozesse mit klarem Nutzen schrittweise zu automatisieren.
Grundprinzip
Automatisierung ist keine Frage von 'alles oder nichts'. Wer mit Prozessen beginnt, die einen klaren Engpass darstellen und sich leicht standardisieren lassen, kann schon mit einer kleinen Investition spürbare Effekte erzielen.
Schritt 1: Automatisierung beginnen beim Engpassprozess der Umreifung
Der Umreifungsprozess, bei dem Kartons in der Verpackungslinie mit PP-Band umreift werden, ist hochgradig wiederholbar und leicht zu standardisieren – damit eignet er sich ideal als erster Schritt einer stufenweisen Automatisierung. Denn die Spannungsschwankungen und Geschwindigkeitsgrenzen, die beim manuellen Umreifen entstehen, lassen sich mit einer automatischen Umreifungsmaschine stabilisieren.
Die AMB 1500 ist eine automatische Inline-Umreifungsmaschine speziell für Wellpappkartons. Sie regelt die Spannung servogesteuert und hält die Umreifungsstärke gleichmäßig. Mit 28 Zyklen pro Minute löst sie im Hochgeschwindigkeitsbetrieb den bislang von Handarbeit abhängigen Engpass und lässt sich zugleich einführen, ohne die bestehende Linienstruktur wesentlich zu verändern.
Zyklen pro Minute
Hochgeschwindigkeits-Umreifung
Vollservo-Steuerung
Auto-Setup
Servogesteuerte Spannung
Konstante Umreifungsstärke

Schritt 2: Die Art der Linienanbindung an die Gegebenheiten des Betriebs anpassen
Wenn die Automatisierung schrittweise ausgeweitet wird, kommt es entscheidend darauf an, wie die Anlage angeordnet ist. Gibt es bereits eine Förderbandlinie, eignet sich eine Inline-Anbindung, die den Materialfluss nicht unterbricht; sind die Linien getrennt oder ist der Platz begrenzt, ist eine eigenständige Aufstellung passender.
Die AMB 1500 ist je nach Zuführungsart in das Modell S und das Modell T unterteilt. Das Modell S eignet sich mit seiner Seitenzuführung gut für die Inline-Anbindung an bestehende Linien, während das Modell T mit Oberzuführung für die eigenständige Aufstellung geeignet ist. Dass sie sich stufenweise einfügen lässt, ohne die aktuellen Wege im Betrieb zu verändern, verringert die Einstiegshürde bei der Einführung in kleinen und mittleren Betrieben.
| 항목 | Kategorie | Modell S (Seitenzuführung) |
|---|---|---|
| Zuführungsart | Seitenzuführung | Oberzuführung |
| Anordnung | Inline-Anbindung an bestehende Linie | Eigenständige Aufstellung |
| Geeignete Situation | Durchgehende Linie | Räumlich getrennte Linie |
Zuführungsart
Kategorie
Seitenzuführung
Modell S (Seitenzuführung)
Oberzuführung
Anordnung
Kategorie
Inline-Anbindung an bestehende Linie
Modell S (Seitenzuführung)
Eigenständige Aufstellung
Geeignete Situation
Kategorie
Durchgehende Linie
Modell S (Seitenzuführung)
Räumlich getrennte Linie
Schritt 3: Vielfalt der Formate bewältigen und Betriebseffizienz sichern
Kleine und mittlere Fertigungsbetriebe verarbeiten selten nur ein einziges Format. In einem Umfeld, in dem sich die Kartonformate häufig ändern, wird die Zeit, die für das jedes Mal manuelle Neueinrichten der Anlage anfällt, unmittelbar zum Verlust. Der nächste Schritt der Automatisierung besteht darin, solche Formatwechsel schnell zu bewältigen.
Die AMB 1500 nutzt ein Vollservo-Auto-Setup mit 9 Achsen: Bei einem Formatwechsel genügt die Auswahl am Touchpanel, und die Maschine stellt sich automatisch ein. Gegenüber der manuellen Einrichtung lassen sich bei jedem Wechsel 10 bis 30 Minuten einsparen, sodass Stillstände auch bei kleinvolumiger Fertigung mit vielen Varianten minimiert werden. Es handelt sich um eine Ausführung mit der landesweit erstmals eingesetzten Vollservo-Auto-Setup-Technologie mit automatischer Steuerung.
Kürzere Umrüstzeiten beim Formatwechsel
Automatische Einstellung allein durch Auswahl am Touchpanel – 10 bis 30 Minuten Ersparnis pro Wechsel gegenüber der manuellen Einrichtung. Je vielfältiger die Linie, desto größer der kumulierte Effekt.

Die betrieblichen Vorteile einer stufenweisen Automatisierung
Wer die Automatisierung schrittweise ausweitet – von der Umreifung über die Linienanbindung bis zum Formatwechsel –, kann die Investitionslast verteilen und zugleich in jeder Stufe den Nutzen überprüfen. Insbesondere der Unterschied im Antriebskonzept wirkt sich direkt auf die langfristigen Betriebskosten aus.
Die AMB 1500 setzt auf einen Servoantrieb und senkt damit den Stromverbrauch gegenüber pneumatischen Systemen um 30 bis 40 %. Da es keine Luftleckagen oder Zylinderverschleiß gibt, treten weniger Störungen auf, was wiederum Zeit und Kosten für die Wartung reduziert. Auch nach der Anschaffung der Anlage bietet ein Ingenieur des Herstellers persönlichen Vor-Ort-Service, sodass auch kleine Betriebe ohne eigenes Wartungspersonal einen stabilen Betrieb sicherstellen können.
Qualitative Vorteile des Servoantriebs
Wer es gebaut hat, übernimmt die Verantwortung bis zum Schluss.